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Theodor Nikolaou: Glaube und forsche - Ausgewählte Studien zur Griechischen Patristik und Byzantinischen Geistesgeschichte

49,95 €

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484 Seiten • Gebunden

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Details

484 Seiten
Gebunden

 Wie schon der Untertitel dieses Buches zum Ausdruck bringt, liegt der inhaltliche Schwerpunkt der hier ausgewählten 21 Studien vorwiegend in der „Griechischen Patristik und Byzantinischen Geistes-geschichte“. Es handelt sich also um die theologisch und theologiegeschichtlich ausschlag-gebende Ent-wicklung der christlichen Kirche und Theologie in der Zeit der ungeteilten Alten Kirche und der sieben ökumenischen Konzile, deren Entscheidungen das gemeinsame Erbe aller Kirchen bilden.

Darüber hinaus sind die in diesem Band enthaltenen Aufsätze einerseits bezeichnend für die Auffassung über die Treue zu und den Konsens mit dem von Anfang an überlieferten christlichen Glauben. Andererseits machen sie auf die tiefe Verbundenheit des christlichen Glaubens und entsprechend der christlichen Theologie mit dem Gebet und dem Leben in der Kirche aufmerksam. Gerade diese Verbundenheit erweist sich aus der Sicht der Kirchenväter und der ostkirchlichen Theologen in der Wahrnehmung der Aufgabe, den überlieferten Glauben zu bewahren, aber gleichzeitig zu reflektieren und nach Möglichkeit einsichtig und verständlich zu machen. Diese theologische Einstellung kommt im Titel des Buches „Glaube und Forsche“ in deutlicher Weise zum Ausdruck.

Das Verdienst des Verfassers dieses Buches liegt vor allem darin, dass er stets bemüht ist, seine Erkenntnisse durch eine sorgfältige Auswahl und gewissenhafte Analyse der einschlägigen Quellen zu gewinnen. Dabei setzt er sich an vielen Stellen unvoreingenommen und kritisch mit der Sekundärliteratur auseinander und korrigiert überzeugend manche landläufige Fehlpositionen und -interpretationen.

So zum Beispiel in Bezug auf das Ende der altchristlichen christologischen Entwicklung. Während mehrere Forscher (Reinhold Seeberg, Adolf von Harnack, Hans-Georg Beck etc.) die Meinung vertreten haben, dass die Frage der Christologie spätestens mit dem sechsten ökumenischen Konzil (680-681) zu Ende gegangen sei, legen die Darlegungen des Buches einleuchtend nahe, dass die Zeit des Bilderstreites (siehe bes. S. 329-375) theologiegeschichtlich unbedingt dazu gehört. Des Weiteren wird der Leser über die Gründe der Verurteilung von Johannes Italos im Jahr 1082 informiert. Im entsprechenden Artikel (S. 375 ff) wird nachgewiesen, dass die Lehre des Traktats De iconis von Italos inhaltlich von Johannes von Damaskos übernommen worden ist und somit keine Irrlehren enthält. Die Gründe seiner Verurteilung sind deshalb eher im politischen und nicht im religiösen Umfeld zu suchen.

Von den konkreten Themen her befassen sich die hier ausgewählten Abhandlungen mit einem breit gefächerten Spektrum theologischer und philosophiegeschichtlicher Fragen. Alle diese Fragen werden in vier Abschnitten behandelt:

I. „Grundzüge der griechischen Patristik und byzantinischen Geistesgeschichte“ (S. 13-170), II. „Die episkopal-synodale Struktur der Kirche und die ökumenischen Konzile“ (S. 171-254), III. „Bild und Glaube“ (255-392) und IV. „Gottesdienst und kirchliche Gemeinschaft“ (394-474).

Zu diesem Spektrum gehören beispielsweise nicht nur die Frage nach der Bedeutung der griechischen Patristik für die Kirche oder die Frage nach der ersten Inkulturation des Christentums bzw. ob es eine byzantinische Philosophie gibt, sondern auch einzelne philosophisch-theologische Fragen, etwa das Problem der Willensfreiheit des Menschen und seine Verantwortung für die Aneignung des Heils in Christus oder die theologischen Auseinandersetzungen zwischen Rom und Konstantinopel. Außerdem werden wichtige theologische Sachverhalte besprochen. So wird die synodale Struktur der Kirche Gegenstand einer intensiven Untersuchung und auf dieser Grundlage wird eine „Theologie“ des ökumenischen Konzils entworfen. Neben der eingehenden Erforschung der Ikonentheologie in Byzanz wird schließlich auch der Frage des Gottesdienstes als der Grundlage kirchlicher Gemeinschaft nachgegangen. Nicht zuletzt werden auch einige ökumenische Aspekte angesprochen und zwar aus einem Blickwinkel, der im Westen nicht der übliche ist. Dies gilt besonders für die Frage nach der Frauenordination, eine Frage, die aus orthodoxer Perspektive im Zuge der westlichen Kontroverse zwischen Protestantismus und römischem Katholizismus inhaltlich nicht sachgerecht aufgearbeitet wurde.

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