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Das Männerkloster von Potschajew (Einleitung)

Priester Alexej Tereschenko: Das Männerkloster von Potschajew in Geschichte und Gegenwart

Das Männerkloster von Potschajew (Einleitung)

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I.

Einleitung

 

Seit mehr als 400 Jahren besteht das Kloster zu Ehren der Entschlafung der Gottesgebärerin im ukrainischen Potschajew, circa 150 km von der polnischen Grenze entfernt. Der Westen der Ukraine ist weitgehend von der Griechisch-Katholischen Kirche geprägt. Trotz dieser konfessionellen Dominanz zählt das Kloster von Potschajew zu den größten derartigen Einrichtungen der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche. Auf einem Berg errichtet, auf dem der Überlieferung nach im 13. Jahrhundert die Gottesmutter Maria erschien und einen Fußabdruck im Stein hinterließ, aus dem eine Quelle entsprang,  beherbergt es die wundertätige Ikone der Gottesmutter sowie Reliquien von Heiligen. Das Kloster ist eine bedeutende Pilgerstätte, die wöchentlich von Tausenden von Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Ukraine und dem Ausland besucht wird. Auf vielfältige Weise bringen sie dort ihre Religio-

sität zum Ausdruck. Das Kloster von Potschajew nimmt mithin eine herausragende Stellung im religiösen Leben der orthodoxen Gläubigen in Europa ein und stellt, wie ein Journalist es tref-
fend beschreibt, den westlichsten Vorposten russischer Orthodoxie dar.

In dieser Arbeit werde ich zunächst die Entwicklung des Klosters von Potschajew im Kontext der gesellschaftlichen und der kirchlichen Geschichte nachzeichnen, um im Anschluss daran darzustellen, in  welcher Form die Menschen ihre Religiosität in diesem Kloster gegenüber der Gottesmutter Maria und den Heiligen zum Ausdruck bringen. Die Sensibilisierung für dieses Thema erwuchs aus eigenen Pilgerreisen nach Potschajew, die ich als Priester der russisch-orthodoxen Kirche in den letzten Jahren mit meiner Familie mehrfach unternommen habe. 

Die Arbeit gliedert sich in drei Themenbereiche. Im ersten Teil der Arbeit wird die Geschichte der Ukraine nachgezeichnet. Es wird versucht, ein kontinuierliches Bild vom 10. Jahrhundert bis zum letzten Regierungs-
wechsel im Jahr 2014 aufzubauen und dabei das wechselvolle Verhältnis zu den Nachbarstaa-
ten abzubilden. Die stärksten Auswirkungen auf das kulturelle und religiöse Selbstbild der Ukrainer hatten Polen im Westen und Russland im Osten und Süden des Landes. In der Historiographie führte diese Tatsache zu unterschiedlichen Verständnissen der Geschichte und entwickelte sich zu Interessengegensätzen seitens der russischen und ukrainischen Historiker, weshalb die Betrachtung unter Beachtung dieser Hintergrundsituation erfolgt.

Mit der Bildung des Kiewer Reiches, eines Herrschaftsverbunds der ostslawischen Stämme, (...)

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