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Altvater Paisios sagte … (Prolog)

Im Jahr 1969 lernte ich zum ersten Mal Altvater Paisios kennen, in der bescheidenen Zelle „zum Ehrwürdigen Kreuz“. Seitdem fing ich an, eine Sammlung seiner Worte und Zitate zusammenzustellen, da ich sie für meine eigene spirituelle Entwicklung für kostbar befand

Altvater Paisios sagte … (Prolog)

Im Jahr 1969 lernte ich zum ersten Mal Altvater Paisios kennen, in der bescheidenen Zelle „zum Ehrwürdigen Kreuz“. Seitdem fing ich an, eine Sammlung seiner Worte und Zitate zusammenzustellen, da ich sie für meine eigene spirituelle Entwicklung für kostbar befand. Heute lese ich tausende von Seiten, die sich auf sein Leben und seine Lehre beziehen. In den letzten zwanzig Jahren seit seiner Entschlafung ist viel geschrieben worden und die Ernte war groß. Die Früchte seiner Aussat werden zusammengetragen und selig sind jene, die davon kosten dürfen. Darüber hinaus hat man kürzlich damit begonnen, außer den Lehren des Altvaters auch die von ihm vollbrachten Wunder niederzuschreiben. 

Die Beschreibung von Ereignissen und die Überlieferung seiner Lehren durch verschiede-ne gutgesinnte Menschen, die Vater Paisios ken-nengelernt hatten, weisen kleine Unterschiede auf, so wie es sich auch im Fall der Evangelisten zuträgt. Das wirkt sich keineswegs verfälschend auf den tieferen Sinn aus und sollte keinen Anlass für Vorbehalte geben. Auch der Altvater selbst erzählte die unterschiedlichen Ereignisse nicht immer auf exakt dieselbe Art und Weise. In der mündlichen Rede geschieht dies häufig.

Der Protopresbyter und Universitätsprofessor Theodoros Zisis schreibt, wobei er sich auf die Lehre des Altvaters bezieht: „Die Worte des Altvaters Paisios entspringen nicht der Ratio, sondern dem Herzen. Sie entspringen den zwei Arten der Liebe, die im Christen vorherrschend sein müssen, der Liebe zu Gott und zum Nächsten. Aus einem Herzen, das befreit war von Leidenschaften und Bosheit und deshalb erfüllt von der Gnade des Allerheiligen Geistes, die nur in den „im Herzen“ Reinen Wohnung nimmt und diese erleuchtet, selbst wenn sie im weltlichen Sinne ungebildet und unweise sein sollten. Das Licht der menschlichen Weisheit ist verglichen mit dem unerschaffenen Licht der Gnade Gottes, wie der Theologe des Lichtes, der Heilige Gregorios Palamas, uns lehrte, wie das Licht des Glühwürmchens verglichen mit dem Sonnenlicht. Die erleuchteten, einfachen, vom Herzen ausgehenden Worte des Altvaters Paisios überzeugen und befrieden; mit einfachen Beispielen und Gleichnissen erklärt und interpretiert er spirituelle Themen, die im rationalen und komplizierten theologischen stochastischen Prozess oftmals missinterpretiert werden“

Der athonitische Priestermönch Makarios bemerkt überdies: „Altvater Paisios sprach nur, um uns geistig zu helfen und uns Christus näher zu bringen. Denn welcher Trübselige traf ihn und ging nicht glücklich wieder hinfort? Welcher Wehklagende wurde nicht sogleich befreit von Trübsal und Trauer? Welches Zornigen Wut wurde nicht durch ihn verwandelt in Freundschaft? Welcher Bedürftige mit zerknirschtem Herzen seiner Armutwegen erfuhr keinen Trost? Welcher Nachlässige warf sich nicht gestärkt in den Kampf? Welcher Bursche enthielt sich nicht fortan der Genüsse und lernte nicht die Reinheit zu lieben? Welcher kam zu ihm mit Sorgen und bösen Gedanken, der nicht befriedet wurde und dessen Verstand nicht Ruhe fand?“ 

Die Worte des Altvaters sind gehaltvoll, aus ihnen können neue Ideen geschöpft und ein ganzes Schriftwerk kann auf ihnen aufgebaut werden. Seine Lehren gleichen geistigem Sauerteig, mit dem die Seelen von Neuem durchge-knetet werden können, und zwar jene der Gläubigen und der Menschen, die gute Vorsätze haben, aber auch der nicht Gläubigen, die dennoch nach einem Rettungsanker zu greifen suchen, da sie Tragisches erleben, das sich oftmals vernichtend auf sie auswirkt. Die Menschen heute sehnen sich nach den Unterweisungen, den Erzählungen und den spirituellen Errungenschaften des Altvaters, denn sie erfahren Bitteres auf dem Weg der Sünde und der Apostasie von Gott. 

Dieses Buch hat sich diesem Ziel verschrieben. Sein Inhalt beschränkt sich nicht nur auf die Unterweisungen, sondern befasst sich auch mit spirituellen Erfahrungen, die der Mensch zu erleben vermag, wenn er sich an die Gebote hält. Dabei ist darauf geachtet worden, allgemeingültige Aussprüche zu wählen, die deutliche Antworten vermitteln, orthodoxe Gesinnung bilden, leicht zu merken und inhaltsreich sind. Meine eigenen Kommentare nehmen eineeinleitende und manchmal auch eine schlussfolgernde Rolle ein, und sollen den Lesern dabei behilflich sein, den tieferen Sinn der Auszüge zu erschließen. 

Die spirituellen Errungenschaften des Altvaters, die im Buch beschrieben werden, sind mit größter Achtung ausgewählt worden. Die meisten davon hatte er seinen geistlichen Kindern anvertraut, um sie auf ihrem gottgefälligem Weg zu unterstützen, und keineswegs, um sich aus menschlicher Schwäche heraus zu profilieren. Sie sind authentisch und offenbaren in außerordentlichem Maße sein tugendreiches Leben. 

Die Weltlichen, und ebenso viele Christen, die sich im Missions- oder Sozialwerk der Kirche engagieren, studieren nicht vertrauensvoll genug die Bücher der Altväter. Altvater Paisi-os stellte sich jedoch mit all seiner Kraft in den Dienst der Sorgenbeladenen, der Hilfsbedürf-tigen, aber auch derjenigen, die sich fern des Glaubens befanden. Sein Rüstzeug waren seine asketischen Erfahrungen, die eine Art von gesegneter Zisterne darstellten, die durch die Gnade des Heiligen Geistes gefüllt wurde. 

Ich hoffe, dass auch dieses Buch, das siebte über den Altvater Paisios, sich für die Seelen der Leser als nützlich erweisen wird. 

Presbyter DIONYSIOS TATSIS

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